Naturschutzziele in der Region Kystlandet
Kystlandet ist reich an Naturschutzgebieten, Wildreservaten, Naturparks und Natura-2000-Gebieten. Wir zeigen euch besonders wertvolle Naturlandschaften, die ihr bei einem Ausflug erleben könnt.

Entdecke die einzigartige Natur von Kystlandet
Kystlandet besteht nicht nur aus einem einzigen großen Naturgebiet. Vielmehr vereint Kystlandet viele verschiedene Naturerlebnisse auf relativ kleinem Raum. Hier treffen Fjorde, Wälder, Inseln, Küsten und Hügellandschaften in einer abwechslungsreichen Eiszeitlandschaft aufeinander, in der die Natur leicht zugänglich ist und sich wunderbar aktiv erleben lässt. Hier ist die Natur selten die größte, längste oder höchste, aber dafür bietet sie eine außergewöhnlich große Vielfalt, und innerhalb einer halben Autostunde kann man tiefe Fjorde, die offenen Küsten des Kattegats, Buchenwälder, Hügellandschaften, Bachtäler, Seen, Moore, Strandwiesen, Inseln und Agrarlandschaften erleben. Das ist gut für die Tierwelt – und gut für alle, die gern unterschiedliche Naturerlebnisse entdecken möchten.
Die Natur wurde vor allem von den gewaltigen Kräften der Eiszeit geprägt - und anschließend von den zahlreichen örtlichen Gütern und Herrenhäusern gestaltet, die über große Landflächen verfügten, die für Landwirtschaft und Forstwirtschaft genutzt wurden. Und obwohl viele der heutigen Landschaftsstrukturen von Menschenhand geformt wurden, bietet die Region auch zahlreiche Wildreservate, Naturschutzgebiete und Naturparks – Orte, an denen die Natur an erster Stelle steht und der Mensch lediglich zu Gast ist.
Besonders dort, wo Land und Wasser aufeinandertreffen, erwartet euch eine große Artenvielfalt mit einer Tierwelt, die ihr sowohl an Land als auch im Wasser entdecken könnt.
Willkommen in der grünen und blauen Region Kystlandet!
Wie hat die Eiszeit die Landschaft in Kystlandet geprägt?
Die Landschaft, die man heute in Kystlandet erlebt, entstand größtenteils während der letzten Eiszeit, die vor 11.700 Jahren endete. Als sich das Eis langsam zurückzog, hinterließ es ein hügeliges Gelände mit Hügeln, Tälern und Moränenlandschaften. Das Schmelzwasser grub tiefe Tunneltäler aus, aus denen später Fjorde und Bachtäler entstanden, während sich große Mengen an Sand und Kies überall in der Landschaft ablagerten.
Die Spuren der Eiszeit sind an vielen Orten in Kystlandet deutlich zu erkennen. Der Horsens Fjord und der Vejle Fjord folgen alten, unter dem Eis ausgehöhlten Tunneltälern, während die sanft geschwungenen Hügel rund um unter anderem die Hügel Sondrup Bakker und Bjerrelide aus Moränen entstanden sind, die der Eisvorstoß vor sich hergeschoben hat. Das Tal des Gudenå, der jütländische Höhenrücken, Seen, Moore und Strandwiesen sind ebenfalls Teil der Geschichte von den enormen Kräften des Eises und des Schmelzwassers.
Was ist ein Natura-2000-Gebiet – und wo finde ich solche Gebiete in Kystlandet?
Natura 2000 ist ein Netzwerk der wichtigsten Naturgebiete Europas, die zum Schutz seltener Naturtypen sowie bedrohter Tier- und Pflanzenarten ausgewiesen wurden. Die Gebiete wurden gemäß EU-Recht ausgewiesen und sollen sicherstellen, dass die Natur erhalten bleibt und zum Wohle sowohl der Artenvielfalt als auch künftiger Generationen weiterentwickelt wird.
Kystlandet umfasst mehrere Natura-2000-Gebiete an Land und auf See, die von Touristen erkundet werden können:
- Der äußere Teil des Horsens Fjords einschließlich Hjarnø und Alrø
- Endelave und das umliegende Meer
- Der Norsminde Fjord
- Uldum Kær
- Der Küstenabschnitt an der Nordseite des Vejle Fjords
- Die Quelle des Flusses Gudenå und Tinnet Krat
- Mossø, Klostermølle, Sukkertoppen und das Gudenå-Tal in der Umgebung
Insgesamt schützen diese Gebiete alles von flachen Fjorden, Strandwiesen und Riffen bis hin zu Wäldern, Mooren, Wiesen und Bachtälern.
Für Besucher bedeutet Natura 2000 in erster Linie, dass ihr einige der wertvollsten Naturgebiete von Kystlandet erleben könnt. Hier habt ihr gute Chancen, eine artenreiche Vogelwelt, seltene Pflanzen und eine vielfältige Tierwelt zu beobachten, und viele der Gebiete eignen sich das ganze Jahr über hervorragend für Wanderungen, Vogelbeobachtungen und Naturerlebnisse.
Ihr seid herzlich eingeladen, die Natura-2000-Gebiete zu besuchen, aber bitte helft mit, die Natur zu schützen. Befolgt die Beschilderung, bleibt auf den Wegen, wo es sie gibt, und nehmt während der Brutzeit der Vögel und anderer empfindlicher Zeiträume besondere Rücksicht.
Was ist ein Wildreservat – und wo finde ich sie in der Region Kystlandet?
Trotz seiner bescheidenen Größe beherbergt Kystlandet eine Reihe von Naturschutzgebieten, in denen die Natur und die Tierwelt besonders geschützt sind. Die meisten davon liegen entlang der Küste oder in den flachen Meeresgebieten und wurden ausgewählt, um Vögeln und anderen Tieren Ruhe zum Brüten, Ausruhen und zur Nahrungssuche zu bieten. An mehreren Orten gelten daher zu bestimmten Zeiten des Jahres besondere Vorschriften für den Verkehr an Land oder auf dem Wasser..
Zu den Wildreservaten von Kystlandet zählen Vorsø, die Bucht Lerdrup Bugt, Møllegrund, Svanegrund, Flasken bei Endelave, Hou Røn, Søby Rev, der Norsminde Fjord und Nørrestrand. Alle schützen sie einige der wichtigsten Habitate der Region, unter anderem für Watvögel, Enten, Gänse, Seeadler und eine Vielzahl weiterer Arten.
Die küstennahen Wildreservate sind zugleich ein wichtiger Bestandteil des Naturparks Svanegrund, Dänemarks größtem Meeresnaturpark. Hier wird sowohl am Schutz der bestehenden Natur als auch an der Wiederherstellung der Meeresumwelt gearbeitet, unter anderem durch das Auspflanzen von Seegras und die Anlage von Steinriffen. Nørrestrand bildet jedoch eine Ausnahme. Als Süßwassergebiet mit See, Schilfwald und Wiesen liegt es außerhalb der Grenzen des Naturparks, ist aber eines der wichtigsten Vogelgebiete Ostjütlands.
Von Land aus lassen sich Nørrestrand und Flasken auf Endelave am besten erkunden. Beide verfügen über einen Vogelbeobachtungsturm, von dem aus man die Vogelwelt hervorragend beobachten kann. Vorsø kann nur im Rahmen einer geführten Tour mit einem Naturführer erkundet werden. Die übrigen Naturschutzgebiete lassen sich am besten vom Wasser aus erkunden – mit dem Kajak, dem Segelboot oder auf einer geführten Meeres-Safari. Gerade die Kombination aus vielen küstennahen Naturschutzgebieten macht Kystlandet zu einem der besten Reiseziele in Dänemark, um die Natur vom Wasser aus zu erleben. Hier kann man Robben, Schweinswale und eine artenreiche Vogelwelt aus nächster Nähe beobachten, während die Tiere gleichzeitig die Ruhe finden, die sie brauchen.
Svanegrund und Møllegrund sind zudem für ihre großen Robbenkolonien bekannt.

Endelave
Endelave ist bekannt für seine Tausenden von Wildkaninchen, doch die Natur auf dieser Insel im Kattegat hat weit mehr zu bieten als nur diese flauschigen Kaninchen.
Direkt vor der Küste liegt das Wildreservat Flasken, ein Flachwassergebiet, das als wichtiger Rastplatz für Tausende von Wasser- und Watvögeln dient.
Der nördliche Teil der Insel heißt Øvre und steht unter Naturschutz. Øvre ist unbewohnt und zeichnet sich durch Strandwiesen und Heideflächen aus.
Ganz Endelave ist Teil eines größeren Natura-2000-Gebiets, zu dem auch der Horsens Fjord und die allgemein flachgewässrige Küste rund um den Fjord und Endelave gehören. Vor Endelave liegen die Sandbänke Møllegrund und Svanegrund, die als große Robbenkolonien für Gefleckte Seehunde dienen. Endelave ist zudem Teil von Dänemarks größtem Meeresnaturpark, dem Naturpark Svanegrund.
So könnt ihr die Natur von Endelave erleben
Wir empfehlen euch, ein Fernglas mit nach Endelave zu nehmen. Die zahlreichen Vögel im Wildreservat Flasken lassen sich von einem Vogelbeobachtungsturm an der Straße Endelave Strandvej, etwas außerhalb des Ortes, beobachten. Das Robbenreservat Møllegrund kann man im Nordwesten oder vom Hafen aus mit einem Fernglas sehen. Übrigens lassen sie sich oft auch vom Deck der Endelave Fähre aus entdecken.
Den oberen Teil der Insel könnt ihr zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto erkunden. Ihr durchquert das Gebiet auf dem Wanderweg „Kaninoen“, wo ihr auch gute Chancen habt, Kaninchen zu sehen. Auf dieser Route kommt ihr gut durch die abwechslungsreiche Küstenlandschaft der Insel – einschließlich der Klippen im südwestlichen Teil der Insel.
Bilder von Endelave
Die Klippe, die Nordküste bei Flasken, der Trollwald, Øvre, Kaninchen

Die Große Wasserscheide
Auf dem jütländischen Höhenrücken befindet sich ein ganz besonderes Naturgebiet, das Teil des dänischen Naturkanons ist und möglicherweise künftig als Naturnationalpark ausgewiesen wird. Nur wenige hundert Meter voneinander entfernt entspringen der Fluss Gudenå und der Skjernå auf jeweils einer Seite der Großen Wasserscheide. Von hier aus fließt der Gudenå nach Osten und der Skjernå nach Westen, bevor das Wasser schließlich auf beiden Seiten Jütlands ins Meer mündet.
Um die Quellen herum erstreckt sich eine abwechslungsreiche, unter Naturschutz stehende Landschaft mit Quellquellen, Mooren, Wiesen, Heide, Weideland und Eichenwäldern. Das Gebiet steht unter anderem unter Naturschutz, um die großen landschaftlichen und naturhistorischen Werte zu bewahren. Das alte Eichenwäldchen von Tinnet Krat ist zugleich ein seltenes Überbleibsel der ursprünglichen Wälder, die einst große Teile Jütlands bedeckten.
So könnt ihr die große Wasserscheide erleben
Ihr könnt ganz in der Nähe der Quellen von Gudenå und Skjernå parken. Beginnt an der Quelle des Flusses Gudenå, wo das Wasser aus dem Boden sprudelt und seine lange Reise in Richtung Randers Fjord antritt. Von hier aus könnt ihr den kurzen Weg zur Quelle des Skjernå zurücklegen und in wenigen Minuten zwischen den Ursprüngen der beiden größten Flüsse Dänemarks hin- und herwandern.
In der Natur ganz in der Nähe der Quelle des Gudenå befinden sich die Überreste von Dänemarks erstem Wasserpark, der natürliches Quellwasser nutzte.
Anschließend empfehlen wir einen Spaziergang in der Natur. Es gibt mehrere ausgeschilderte Rundwege von überschaubarer Länge, und insgesamt 50 km kurze Wanderwege in der Umgebung der Quellen.
Die Gegend ist generell ein Hotspot für den Wandertourismus. Der Ochsenweg, zu Dänisch Hærvejen, führt durch das Gebiet, und die Quellen bilden zudem den Startpunkt des Pfades Gudenåstien.
Bilder von der großen Wasserscheide
Tinnet Krat, die Badestelle, die Quelle des Flusses Gudenå

Der Horsens Fjord
Der Horsens Fjord ist ein flacher Fjord mit Inseln, kleinen Inselchen, Strandwiesen und ausgedehnten Gebieten mit sehr flachem Wasser. Entlang des Fjords trifft die flache Küstenlandschaft an mehreren Stellen auf steile Hänge und eine hügelige Moränenlandschaft, die während der letzten Eiszeit entstanden ist.
Das flache Wasser ist zugleich einer der wichtigsten natürlichen Naturqualitäten des Fjords. Hier leben Fische, Muscheln, Schnecken und Krebstiere, die die Nahrungsgrundlage für eine artenreiche Vogelwelt bilden. Bei Ebbe legen sich an einigen Stellen Sand- und Schlammflächen frei, auf denen Watvögel nach Nahrung suchen. Zusammen mit den Salzwiesen, den Inseln und den geschützten Küsten macht dies den Horsens Fjord zu einem wichtigen Gebiet sowohl für brütende als auch für rastende Vögel.
Der äußere Teil des Horsens Fjords ist Teil eines größeren Natura-2000-Gebiets, und der gesamte Fjord gehört zum größten marinen Naturpark Dänemarks, dem Naturpark Svanegrund.
An Land steht etwa die Hälfte der Nordküste unter Naturschutz – darunter das hügelige, bewaldete Gebiet um Sondrup.
So könnt ihr die Natur des Horsens Fjords erleben
Die Natur des Horsens Fjords lässt sich an vielen Orten erleben – sowohl vom Land als auch vom Wasser aus. Wenn ihr den Fjord umfassend erleben möchtet, könnt ihr den Fjordminoen wandern, der auf einer 60 Kilometer langen Route einmal um die gesamte Insel herumführt. Besonders hervorzuheben ist das hügelige Gebiet um Sondrup Bakker/Plantage, zu dem die Route ebenfalls führt. Hier lohnt es sich, ein wenig herumzuwandern und mehr als nur die Route zu erkunden.
Von der Küste bei Brigsted aus habt ihr einen Blick auf die unter Naturschutz stehende Insel Vorsø, auf der die Natur sich selbst überlassen bleibt. Normalerweise ist die Insel nicht öffentlich zugänglich, kann aber im Rahmen spezieller geführter Touren mit dem einzigen Bewohner der Insel, einem Naturführer, erkundet werden. Auf Vorsø gibt es eine reiche Vogelwelt, darunter auch brütende Seeadler.
Die beiden bewohnten Inseln des Fjords, Alrø und Hjarnø, liegen in einem internationalen Vogelschutzgebiet, und hier bietet sich die Möglichkeit, zahlreiche Vogelarten zu beobachten. Auf Alrø sind die Sandbänke an der Ostseite der Insel (südlich des Damms, der zur Insel führt) empfehlenswert, wo unter anderem brütende Austernfischer, Regenpfeifer, Kiebitze und Rotschenkel zu finden sind. Etwas leichter zugänglich ist die Südspitze der Insel, Egehoved (in der Nähe der Fährbrücke), von wo aus bereits mehr als 170 Arten gesichtet wurden. Dort gibt es unter anderem gute Chancen, Seeadler zu beobachten.
Auf Hjarnø ist die Lagune an der Südseite der Insel ein guter Ort, um Watvögel zu beobachten. Hjarnø ist an sich schon ein beeindruckendes Naturerlebnis mit Strandwiesen, Lagune und Ackerland.
Ein weiterer wichtiger Aussichtspunkt ist Borre Knob an der Südseite des Fjords. Auf dieser langen, schmalen Landzunge gelangt der Besucher bis mitten in die Fjordlandschaft. Hier gibt es gute Möglichkeiten, Schweinswale zu beobachten – und es wurden bereits 249 Vogelarten gesichtet. Sollte man sich einen Ort aussuchen, um den Horsens Fjord zu erleben, wäre unsere Empfehlung Borre Knob, das einen fantastischen Ausblick bietet.
Die Südseite des Fjords ist sehr flach, und man kann Fischer beobachten, die scheinbar mitten im Fjord stehen. Das flache Wasser zieht auch Robben an, die oft auf den kleinen Steinen ruhen, die aus dem Fjord herausragen. Ein guter Ort, um Robben zu beobachten, ist die Gegend um Sejet Strand.
Der Fjord lässt sich auch vom Wasser aus mit dem Kajak erkunden. Bei Horsens City Camping kann man ein Seekajak mieten.
Bilder vom Horsens Fjord
Borre Knob, die Lagune auf der Insel Hjarnø, die Küste bei Sondrup, die Hügel Sondrup Bakker, Wald Boller Skov

Uldum Kær
Uldum Kær ist ein außergewöhnlich großes, zusammenhängendes Moorgebiet und Dänemarks größtes Feuchtgebiet. Hier fließt der Fluss Gudenå durch ein weitläufiges, flaches Feuchtgebiet mit Wiesen, Mooren, Schilfwäldern und wassergefüllten Torfgruben. Bei hohem Wasserstand können große Teile des Moorgebiets überflutet werden, wodurch das Gebiet als natürliches Reservoir für den Gudenåen dienen kann.
Einst befand sich hier ein See, der im Laufe der Jahrtausende anwuchs und sich zu einem Moor- und Feuchtgebiet mit dicken Torfschichten entwickelte. Die Nutzung des Torfs durch den Menschen hat seitdem in Form der vielen alten Torfgruben deutliche Spuren in der Landschaft hinterlassen. Heute ist Uldum Kær ein Natura-2000-Gebiet und ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen, Insekten, Vögeln und anderen Tieren.
Das abwechslungsreiche Feuchtgebiet schafft gute Lebensbedingungen für eine artenreiche Tierwelt. Hier lebt unter anderem der Otter entlang des Gudenå, während die Rohrweihe beim Schweben über dem Moor beobachtet werden kann. Uldum Kær ist auch Brutstätte für die schöne Blaukehlchen. In den letzten Jahren haben zudem Störche im Moor gebrütet.
So könnt ihr Uldum Kær erleben
Ein guter Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Uldum Kær ist der Parkplatz bei der Straße Kærvejen. Von hier aus sind es nur 50 Meter bis hin zu einem großen Vogelbeobachtungsturm, von wo aus man einen Blick über das Moor und einige der alten, mit Wasser gefüllten Torfgruben hat. Im Turm könnt ihr anhand von Plakaten mehr über die Natur und die Vogelwelt der Gegend erfahren. Vergesst nicht euer Fernglas und haltet unter anderem Ausschau nach Rohrweihen, Blaukehlchen und Storchen.
Vom Vogelbeobachtungsturm aus kann man auf ausgeschilderten Wegen durch das offene Feuchtgebiet weiter ins Moor hineinwandern. Unterwegs führen euch Holzbrücken trockenen Fußes über einige der feuchtesten Stellen, aber die Naturpfade können nass sein, wählt euer Schuhwerk also den Gegebenheiten entsprechend aus. Auf dem Weg begegnet ihr mehreren Vogelbeobachtungstürmen, die über das Gebiet verteilt sind.
Der Pfad Gudenåstien führt ebenfalls durch das Uldum Kær und folgt dem Fluss Gudenå durch das Moorgebiet. Ihr könnt daher entweder einen kurzen Rundweg vom Vogelbeobachtungsturm aus wählen oder dem Wanderweg weiter durch die weitläufige Moorlandschaft folgen.
Fotos aus Uldum Kær
Vogelbeobachtungsturm, Rastplatz und Wanderwege in der Umgebung.

Tunø
Mehr als 90 % dieser kleinen Ferieninsel westlich von Samsø stehen unter Naturschutz. Mit dieser Schutzmaßnahme sollte die einzigartige Natur und Landschaft von Tunø erhalten werden – Tunø wurde als „sehr schönes und charakteristisches Naturgebiet“ beschrieben. Tunø ist eine Moräneninsel, die auf sehr kleinem Raum eine große Vielfalt bietet. Die Küste ist bekannt für ihre markanten, steilen Erosionsklippen, aber es gibt auch Sandstrände, Kiesstrände und Strandwälle. Im Landesinneren erstreckt sich eine hügelige Landschaft mit unter anderem Weideland sowie einem Wald- und Moorgebiet. Nur das Dorf sowie die beiden Ferienhausgebiete der Insel sind nicht unter Naturschutz gestellt, sodass man als Gast nie weit von geschützter Natur entfernt ist.
Sådan kan du opleve Tunøs natur
Den bedste måde at opleve Tunø er til fods. En vandrerute på 8 km fører hele vejen rundt langs kysten – bl.a. på toppen af Sønderklint og Nørreklint i op mod 25 meters højde. Herfra er der en spektakulær udsigt over havet, og der er gode chancer for at spotte marsvin.
Nørreklint er et af Danmarks få ynglesteder for tejsten, så hold øje med den, når du går ovenfor klinten.
Efter turen rundt, kan I gå en tur i mosen/skoven på den centrale nordlige del af øen. Her i det våde landskab lever den sjældne og fredede grønbrogede tudse. Du skal være heldig for at se den, men hold øje.
Bilder von Tunø
Sønderklint, Nørreklint, Revet, Nordstranden

Die Wälder am Vejle Fjord
Dänemarks längster Küstenwald befindet sich auf der Nordseite des Vejle Fjords. Dieses riesige Natura-2000-Gebiet mit einer Fläche von mehr als 2.500 ha zeichnet sich durch alte Küstenwälder, steile Hänge und tiefe Schluchten aus. Die Wälder bestehen vor allem aus Buchenwäldern und sind an vielen Stellen schon seit sehr langer Zeit als Waldbestand erhalten. Dies hat gute Voraussetzungen für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt geschaffen.
Gleichzeitig unterliegt die Küste einem ständigen Wandel. Unter den Wäldern befindet sich an vielen Stellen plastischer Lehm, der instabil werden kann, wenn er Wasser aufnimmt. Dadurch rutschen die Hänge in Richtung Fjord ab und schaffen eine dramatische Landschaft mit umgestürzten Bäumen und freigelegter Erde. Besonders deutlich wird dies im Wald Staksrode Skov, wo die Erdrutsche gleichzeitig Lebensräume für seltene Pflanzen, darunter Orchideen, schaffen. In diesem Gebiet gibt es 12 unter Naturschutz stehende Orchideenarten.
So könnt ihr die Wälder am Vejle Fjord erleben
Der Wald Staksrode Skov ist der charakteristischste Ort, um die einzigartige Natur auf der Nordseite des Vejle Fjords zu erleben. Parkt im Wald am Ende der Straße Staksrodevej, von wo aus drei markierte Wanderwege durch den hügeligen Küstenwald führen.
Folgt unter anderem dem gelben Wanderweg vorbei an den sogenannten Bjergfaldene, wo der plastische Lehm die bewaldeten Hänge zum Meer hin abrutschen lässt. Hier stehen die Bäume schief zwischen alten Erdrutschen, während andere ganz bis zum Strand umgestürzt sind. Von oben könnt ihr im Meer nach Schweinswalen Ausschau halten. Geht über Treppen hinunter zur Küste am Stenhøj Strand, wo ihr entlang der hohen, bewaldeten Hänge spazieren und am Strand nach Steinen und Fossilien suchen könnt.
Entlang der Nordseite des Fjords gibt es auch rund um Rosenvold und weiter in Richtung Daugård und Hotel Vejlefjord schöne Naturerlebnisse, wo Wälder, Küstenhänge und Ausblicke über den Fjord die Landschaft prägen. Strände liegen wie kleine Nischen in einer ansonsten grünen und dramatischen Landschaft, und sowohl der Rosenvold Strand als auch der Daugård Strand sind als Zwischenstopps zu empfehlen. Rund um Daugårdstrand gibt es mehrere markante Hügel, die einen schönen Blick auf den Fjord bieten – nicht zuletzt Askebjerg, das für viele lokale Radfahrer eine Herausforderung darstellt.
Bilder von der Nordküste des Vejle Fjords
Grund Wald, Stenhøj Strand, Leuchtturm Træskohage, die Kurwege beim alten Sanatorium, Staksrode Wald

Der südliche Teil des Seehochlandes
Im südlichen Teil des Seehochlandes (Søhøjlandet) erstreckt sich ein großes Natura-2000-Gebiet mit einer der vielfältigsten Naturlandschaften der Region Kystlandet. Hier fließen der Gudenå und der Mossø in einer dramatischen Eiszeitlandschaft mit steilen, bewaldeten Hügeln, Flusstälern, Wiesen, Mooren, Heiden und kleinen Seen zusammen.
Die Landschaft wurde während und nach der letzten Eiszeit durch Eis und enorme Mengen an Schmelzwasser geformt. Heute schaffen die großen Unterschiede in Gelände, Boden und Wasserverhältnissen Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Das Gebiet steht unter anderem wegen seiner wertvollen Seen, Fließgewässer, Wälder, Moore, Quellen, Heiden und Weiden unter Naturschutz.
Hier gibt es eine Fülle von Lebensräumen – von Heideflächen über Erlen- und Eschenwälder bis hin zu bewaldeten Mooren und Quellgebieten.
So könnt ihr die Natur rund um den Mossø erleben
Klostermølle am Mossø ist ein guter Ausgangspunkt, um die abwechslungsreiche Natur der Gegend zu erkunden. Hier mündet der Fluss Gudenåen in den See Mossø, und von den offenen Wiesen aus habt ihr einen Blick über den See und die bewaldeten Hügel. Unternehmt einen Ausflug auf den 108 Meter hohen Zuckerhut (Sukkertoppen), von dessen Gipfel aus ihr einen grandiosen Blick auf den Mossø und die hügelige Eiszeitlandschaft habt. Von Klostermühle (Klostermølle) aus könnt ihr auch bequem zu Fuß nach Klosterkær gelangen, wo der Gudenå die Feuchtlandschaft stark geprägt hat.
Wer die Natur der Gegend weiter erkunden möchte, kann einem markierten Rundweg durch das Pinddal Mose südlich von Klostermølle folgen. Hier führt die Wanderung durch ein friedliches Tal mit Moor, kleinen, wassergefüllten Torfgruben und dem See Fåresø, wo man unter anderem Preiselbeeren und die fleischfressende Pflanze Sonnentau finden kann.
Ihr könnt auch dem Pfad Gudenåstien in südlicher Richtung entlang des Flusses in Richtung Vilholt und Voervadsbro folgen. Von dort aus ist die Wanderung durch das Moor Pinddal Mose ein ausgeschilderter Seitenweg.


































